Was machen die Pneumokokken in der Lunge?
Ehgartners.Info
5. Mai 2010
7 Min. Lesezeit
In Deutschland wird die Pneumokokken-Impfung als Gratisleistung für alle Kinder angeboten. In Österreich wird sie - trotz seit langem aufrechter Impfempfehlung des Impfausschusses - nur für „Risikokinder“ bezahlt. Immer wütender tragen Impfexperten die Forderung an die Öffentlichkeit, diese „Ungerechtigkeit“ doch endlich zu beseitigen - und der „beschämenden Zwei-Klassen-Medizin“ ein Ende zu machen. Impfexperte Herwig Kollaritsch „muss fast in Tränen ausbrechen“, wenn er an die österreichische Impfpraxis denkt: „Wir sind das letzte Land in der EU, in der es keine allgemeine Pneumokokken-Impfung gibt.“
In meinem letzten Beitrag habe ich die beiden neuen Pneumokokken-Impfstoffe Synflorix und Prevenar 13 vorgestellt. Synflorix darf bei Kindern bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr zur aktiven Immunisierung gegen invasive Erkrankungen (z.B: Meningitis, Sepsis) und Mittelohrentzündungen eingesetzt werden. Prevenar 13 ist bis zum Alter von fünf Jahren zugelassen und enthält drei Serotypen mehr. Sein Einsatzgebiet umfasst zusätzlich Schutz vor Pneumokokken-bedingter Pneumonie.
Nun möchte ich mich der Frage widmen, ob der Nutzen der Impfungen tatsächlich so gesichert ist, wie die Experten das öffentlich darstellen.
Klar ist, dass die Impfungen durchaus eine Wirkung haben. Bei Geimpften gehen Infektionen mit den in der Impfung enthaltenen Serotypen generell stark zurück. Das Immunsystem wird also gegen einen Teil der insgesamt rund 90 verschiedenen Pneumokokken-Serotypen scharf gemacht und verhindert deren Vordringen in Regionen, wo sie an Krankheiten beteiligt sind.
Wie zahlreiche Studien zeigen, nehmen die Infektionen mit anderen, nicht in der Impfung enthaltenen Serotypen allerdings beständig zu. Einige Arbeiten belegen sogar, dass damit insgesamt jetzt mehr invasive Pneumokokken-Erkrankungen auftreten als vor Einführung der Impfung.
Dieses Phänomen des Serotyp-Replacement war auch der unmittelbare Anlass, die neuen Impfstoffe einzuführen. Wirken diese doch nicht mehr gegen bloß 7 Pneumokokken-Typen, sondern gegen zehn, bzw. 13 Serotypen.
Warum aber findet dieses Replacement überhaupt statt? Warum finden wir plötzlich Pneumokokken im Gehirn, in der Lunge oder im entzündeten Mittelohr, die vor Einführung der Impfungen dort selten bis überhaupt nicht angetroffen wurden?
Sind diese Bakterien-Typen nun plötzlich aggressiver geworden?
Oder nehmen sie bloß ein Angebot wahr? Dringen also auf einen Platz vor, der vom Immunsystem zur Besiedlung frei gegeben ist, bzw. nicht ausreichend bewacht wird?
Welche Rolle spielen die Bakterien überhaupt in diesem Zusammenhang?
Handelt es sich bei den Pneumokokken wirklich um die Erreger einer Krankheit, die ohne deren Beteiligung nicht entstanden wäre?
Handeln Pneumokokken also so ähnlich wie Insekten, die eine Frucht anstechen und Ihre Eier dort rein legen, um ihren Larven Nahrung zu verschaffen.
Falls dem so wäre, stellt sich gleich wieder die Anschlussfrage, warum die Pneumokokken das nicht jedesmal tun. Warum befallen sie nicht jedesmal die Lungen, wenn sie in einem Organismus auftauchen? Immerhin siedeln Pneumokokken bei etwa einem Drittel aller gesunden Kinder als normale Bestandteile des bakteriellen Milieus an den Schleimhäuten des Hals-Nasen-Rachen-Raums.
Könnte es sein, dass Pneumokokken-Infektionen nur bei einer vorhandenen Organschädigung auftreten?
So ähnlich, wie sich die eben gerade zufällig anwesenden Insekten auf einen aufgeplatzten reifen Pfirsich setzen.
Das würde in der Praxis bedeuten, dass zuerst die Organschädigung ist und in der Folge irgend eine der ständig anwesenden Viren oder Bakterien-Arten diese Schwäche ausnützt.
Das wäre eine Erklärung für das Replacement: Wenn das Immunsystem gegen bestimmte Serotypen scharf gemacht wird, gehen eben die anderen in die Lunge.
Möglicherweise hat das sogar irgend eine biologische Ursache, die aus evolutionärer Sichtweise sinnvoll ist, uns aber bislang verborgen geblieben ist.
Vielleicht werden die Keime dazu benötigt, über eine kräftige Entzündung die zelluläre Erneuerung des Organs zu fördern. Gnadenlos und moralfrei wie die Natur handelt, möchte sie vielleicht ein gesundes wiederhergestelltes Individuum, dessen Organschwäche über das Recycling der beschädigten Zellen vollständig behoben ist - und geht dabei bewusst das Risiko ein, dass das betroffene Lebewesen diese radikale Reparatur nicht überlebt.
Welche Antworten geben die Experten auf diese Fragen?
Mir sind keine bekannt.
Auch in den Studien wird meist nur damit argumentiert, dass die Impfungen allein deshalb schon ihren Zweck erfüllen, weil sie die Häufigkeit der invasiven Pneumokokken-Erkrankungen reduzieren. Zumindest jene, vor denen die Impfung schützt.
Wenn es nun technologisch gelänge irgendwann gegen alle 90 Pneumokokken-Serotypen in einer einzigen Impfung zu schützen, so würde das folgerichtig das Ende der Pneumokokken-assoziierten Krankheiten bedeuten - weil ja dann kein Serotyp-Replacement mehr möglich wäre. Soweit das Endziel dieser Strategie.
Aber vielleicht gibt es ja das Replacement Phänomen nicht nur innerhalb der Spezies der Pneumokokken, sondern ganz allgemein. Das wäre nicht unwahrscheinlich.
So wie ja nicht nur Fruchtfliegen an den reifen Früchten naschen, sondern auch Wespen und viele andere Insekten.
Es wäre also nicht nur nötig, zum Beleg des Nutzens der Impfung die Gesamtzahl der invasiven Pneumokokken-Krankheiten zu zählen und auszuwerten, sondern alle kindlichen oder adulten Gehirnhautentzündungen, Infektionen des Blutes (Sepsis), Pneumonien - auch jene mit viralen Auslösern - mit in die Rechnung aufzunehmen.
Erst wenn die Gesamtzahl der Erkrankungen zurück geht, ließe sich ein Mehrwert durch die Pneumokokken-Impfung behaupten.
Und das auch nur dann, wenn gleichzeitig seriös gemessen würde, wie stark der Effekt der unerwünschten Nebenwirkungen der Impfung ist. Das wurde bislang nur schlampig und oberflächlich gemessen, so als handle es sich bei Impfungen um eine vollständig ungefährliche Maßnahme.
Jede Impfung verstärkt aber erwiesenermaßen das Aggressions-Potenzial des Immunsystems. Die Pneumokokken-Impfung hat den Zweck, das Immunsystem gegen einen Teil der eigenen Bakterien-Flora aggressiv zu machen. Also gegen Besiedler, die normalerweise nützliche Aufgaben im Organismus erfüllen.
Im Vergleich wäre das so ähnlich, wie die generelle Ausweisung aller Staatsbürger mit albanischer Herkunft. Mit dem Argument, dass Albaner eben überdurchschnittlich oft an Diebstählen und Bank-Überfällen beteiligt wären.
Die Pneumokokken-Impfung führt zu einer verstärkten Alarmierung und Gewalt-Bereitschaft des Immunsystems. Sein Aggressions-Potenzial steigt - sowohl gegenüber „Feinden“ von außen wie von innen. Jede Gewaltaktion hat aber ein gewisses Risiko, dass es sich um Fehlalarm handelt - und auf Grund von Irrtümern, Fehlinformationen oder schlichtem Zufall die falschen „Feinde“ attackiert werden und ein gewaltiger Kollateralschaden entsteht.
Und dadurch ergibt sich - übersetzt in den konkreten medizinischen Zusammenhang - die Gefahr einer Chronifizierung - in Form einer Autoimmunkrankheit oder einer Allergie.
Wir sollten diesen Verdacht besser nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wenn jemand in einem aussichtslosen Stadium einer Krebserkrankung ist, so ist es nachvollziehbar, wenn Arzt und Patient gemeinsam eine Therapie wählen, die selbst ein hohes Risiko darstellt.
Bei Eingriffen an Gesunden - und dabei handelt es sich bei Impfungen im Normalfall - müssen aber immer und ausnahmslos die strengsten Vorsichts-Maßnahmen gelten.
Und jedem Verdacht ist unvoreingenommen nachzugehen. Alle potenziell negativen Effekte sind dem möglichen Nutzen objektiv gegenüber zu stellen.
Wir können es uns nicht leisten, hier großzügig zu sein, uns ins Faulbett zu legen und das beste zu hoffen. Das wäre ein nicht Wahrnehmen der Verantwortung gegenüber der Bevölkerung und eine fahrlässige Gefährdung der Gesundheit der Kinder.
Immerhin befinden wir uns inmitten einer bislang überhaupt nicht verstandenen explosionsartigen Zunahme von Krankheiten des Immunsystems: Bei kindlichem Asthma oder Neurodermitis haben sich im Vergleich zur Situation in den 70er und 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts die Fallzahlen dramatisch erhöht. Autoimmune Diabetes nimmt ebenso stark zu, wie entzündliche Darmerkrankungen. Und auch bei ADHS, dem immer häufiger beobachteten "Zappelphilipp-Syndrom" wird eine autoimmune Genese immer wahrscheinlicher.
Bevor man den positiven Effekt einer Maßnahme wie der Pneumokokken-Impfung als erwiesen ansehen kann, sind also noch einige Hausaufgaben zu erledigen. Und erst wenn das erledigt ist, haben seriöse Impfexperten das moralische Anrecht, angesichts der himmelschreienden Ungerechtigkeit, die sich hier abspielt, in Tränen auszubrechen.
Der Ordnung halber bitte aber auch dann noch unter Offenlegung ihrer finanziellen und intellektuellen Interessenskonflikte.
In meinem letzten Beitrag habe ich die beiden neuen Pneumokokken-Impfstoffe Synflorix und Prevenar 13 vorgestellt. Synflorix darf bei Kindern bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr zur aktiven Immunisierung gegen invasive Erkrankungen (z.B: Meningitis, Sepsis) und Mittelohrentzündungen eingesetzt werden. Prevenar 13 ist bis zum Alter von fünf Jahren zugelassen und enthält drei Serotypen mehr. Sein Einsatzgebiet umfasst zusätzlich Schutz vor Pneumokokken-bedingter Pneumonie.
Nun möchte ich mich der Frage widmen, ob der Nutzen der Impfungen tatsächlich so gesichert ist, wie die Experten das öffentlich darstellen.
Klar ist, dass die Impfungen durchaus eine Wirkung haben. Bei Geimpften gehen Infektionen mit den in der Impfung enthaltenen Serotypen generell stark zurück. Das Immunsystem wird also gegen einen Teil der insgesamt rund 90 verschiedenen Pneumokokken-Serotypen scharf gemacht und verhindert deren Vordringen in Regionen, wo sie an Krankheiten beteiligt sind.
Wie zahlreiche Studien zeigen, nehmen die Infektionen mit anderen, nicht in der Impfung enthaltenen Serotypen allerdings beständig zu. Einige Arbeiten belegen sogar, dass damit insgesamt jetzt mehr invasive Pneumokokken-Erkrankungen auftreten als vor Einführung der Impfung.
Dieses Phänomen des Serotyp-Replacement war auch der unmittelbare Anlass, die neuen Impfstoffe einzuführen. Wirken diese doch nicht mehr gegen bloß 7 Pneumokokken-Typen, sondern gegen zehn, bzw. 13 Serotypen.
Warum aber findet dieses Replacement überhaupt statt? Warum finden wir plötzlich Pneumokokken im Gehirn, in der Lunge oder im entzündeten Mittelohr, die vor Einführung der Impfungen dort selten bis überhaupt nicht angetroffen wurden?
Sind diese Bakterien-Typen nun plötzlich aggressiver geworden?
Oder nehmen sie bloß ein Angebot wahr? Dringen also auf einen Platz vor, der vom Immunsystem zur Besiedlung frei gegeben ist, bzw. nicht ausreichend bewacht wird?
Welche Rolle spielen die Bakterien überhaupt in diesem Zusammenhang?
Handelt es sich bei den Pneumokokken wirklich um die Erreger einer Krankheit, die ohne deren Beteiligung nicht entstanden wäre?
Handeln Pneumokokken also so ähnlich wie Insekten, die eine Frucht anstechen und Ihre Eier dort rein legen, um ihren Larven Nahrung zu verschaffen.
Falls dem so wäre, stellt sich gleich wieder die Anschlussfrage, warum die Pneumokokken das nicht jedesmal tun. Warum befallen sie nicht jedesmal die Lungen, wenn sie in einem Organismus auftauchen? Immerhin siedeln Pneumokokken bei etwa einem Drittel aller gesunden Kinder als normale Bestandteile des bakteriellen Milieus an den Schleimhäuten des Hals-Nasen-Rachen-Raums.
Könnte es sein, dass Pneumokokken-Infektionen nur bei einer vorhandenen Organschädigung auftreten?
So ähnlich, wie sich die eben gerade zufällig anwesenden Insekten auf einen aufgeplatzten reifen Pfirsich setzen.
Das würde in der Praxis bedeuten, dass zuerst die Organschädigung ist und in der Folge irgend eine der ständig anwesenden Viren oder Bakterien-Arten diese Schwäche ausnützt.
Das wäre eine Erklärung für das Replacement: Wenn das Immunsystem gegen bestimmte Serotypen scharf gemacht wird, gehen eben die anderen in die Lunge.
Möglicherweise hat das sogar irgend eine biologische Ursache, die aus evolutionärer Sichtweise sinnvoll ist, uns aber bislang verborgen geblieben ist.
Vielleicht werden die Keime dazu benötigt, über eine kräftige Entzündung die zelluläre Erneuerung des Organs zu fördern. Gnadenlos und moralfrei wie die Natur handelt, möchte sie vielleicht ein gesundes wiederhergestelltes Individuum, dessen Organschwäche über das Recycling der beschädigten Zellen vollständig behoben ist - und geht dabei bewusst das Risiko ein, dass das betroffene Lebewesen diese radikale Reparatur nicht überlebt.
Welche Antworten geben die Experten auf diese Fragen?
Mir sind keine bekannt.
Auch in den Studien wird meist nur damit argumentiert, dass die Impfungen allein deshalb schon ihren Zweck erfüllen, weil sie die Häufigkeit der invasiven Pneumokokken-Erkrankungen reduzieren. Zumindest jene, vor denen die Impfung schützt.
Wenn es nun technologisch gelänge irgendwann gegen alle 90 Pneumokokken-Serotypen in einer einzigen Impfung zu schützen, so würde das folgerichtig das Ende der Pneumokokken-assoziierten Krankheiten bedeuten - weil ja dann kein Serotyp-Replacement mehr möglich wäre. Soweit das Endziel dieser Strategie.
Aber vielleicht gibt es ja das Replacement Phänomen nicht nur innerhalb der Spezies der Pneumokokken, sondern ganz allgemein. Das wäre nicht unwahrscheinlich.
So wie ja nicht nur Fruchtfliegen an den reifen Früchten naschen, sondern auch Wespen und viele andere Insekten.
Es wäre also nicht nur nötig, zum Beleg des Nutzens der Impfung die Gesamtzahl der invasiven Pneumokokken-Krankheiten zu zählen und auszuwerten, sondern alle kindlichen oder adulten Gehirnhautentzündungen, Infektionen des Blutes (Sepsis), Pneumonien - auch jene mit viralen Auslösern - mit in die Rechnung aufzunehmen.
Erst wenn die Gesamtzahl der Erkrankungen zurück geht, ließe sich ein Mehrwert durch die Pneumokokken-Impfung behaupten.
Und das auch nur dann, wenn gleichzeitig seriös gemessen würde, wie stark der Effekt der unerwünschten Nebenwirkungen der Impfung ist. Das wurde bislang nur schlampig und oberflächlich gemessen, so als handle es sich bei Impfungen um eine vollständig ungefährliche Maßnahme.
Jede Impfung verstärkt aber erwiesenermaßen das Aggressions-Potenzial des Immunsystems. Die Pneumokokken-Impfung hat den Zweck, das Immunsystem gegen einen Teil der eigenen Bakterien-Flora aggressiv zu machen. Also gegen Besiedler, die normalerweise nützliche Aufgaben im Organismus erfüllen.
Im Vergleich wäre das so ähnlich, wie die generelle Ausweisung aller Staatsbürger mit albanischer Herkunft. Mit dem Argument, dass Albaner eben überdurchschnittlich oft an Diebstählen und Bank-Überfällen beteiligt wären.
Die Pneumokokken-Impfung führt zu einer verstärkten Alarmierung und Gewalt-Bereitschaft des Immunsystems. Sein Aggressions-Potenzial steigt - sowohl gegenüber „Feinden“ von außen wie von innen. Jede Gewaltaktion hat aber ein gewisses Risiko, dass es sich um Fehlalarm handelt - und auf Grund von Irrtümern, Fehlinformationen oder schlichtem Zufall die falschen „Feinde“ attackiert werden und ein gewaltiger Kollateralschaden entsteht.Und dadurch ergibt sich - übersetzt in den konkreten medizinischen Zusammenhang - die Gefahr einer Chronifizierung - in Form einer Autoimmunkrankheit oder einer Allergie.
Wir sollten diesen Verdacht besser nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wenn jemand in einem aussichtslosen Stadium einer Krebserkrankung ist, so ist es nachvollziehbar, wenn Arzt und Patient gemeinsam eine Therapie wählen, die selbst ein hohes Risiko darstellt.
Bei Eingriffen an Gesunden - und dabei handelt es sich bei Impfungen im Normalfall - müssen aber immer und ausnahmslos die strengsten Vorsichts-Maßnahmen gelten.
Und jedem Verdacht ist unvoreingenommen nachzugehen. Alle potenziell negativen Effekte sind dem möglichen Nutzen objektiv gegenüber zu stellen.
Wir können es uns nicht leisten, hier großzügig zu sein, uns ins Faulbett zu legen und das beste zu hoffen. Das wäre ein nicht Wahrnehmen der Verantwortung gegenüber der Bevölkerung und eine fahrlässige Gefährdung der Gesundheit der Kinder.
Immerhin befinden wir uns inmitten einer bislang überhaupt nicht verstandenen explosionsartigen Zunahme von Krankheiten des Immunsystems: Bei kindlichem Asthma oder Neurodermitis haben sich im Vergleich zur Situation in den 70er und 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts die Fallzahlen dramatisch erhöht. Autoimmune Diabetes nimmt ebenso stark zu, wie entzündliche Darmerkrankungen. Und auch bei ADHS, dem immer häufiger beobachteten "Zappelphilipp-Syndrom" wird eine autoimmune Genese immer wahrscheinlicher.
Bevor man den positiven Effekt einer Maßnahme wie der Pneumokokken-Impfung als erwiesen ansehen kann, sind also noch einige Hausaufgaben zu erledigen. Und erst wenn das erledigt ist, haben seriöse Impfexperten das moralische Anrecht, angesichts der himmelschreienden Ungerechtigkeit, die sich hier abspielt, in Tränen auszubrechen.
Der Ordnung halber bitte aber auch dann noch unter Offenlegung ihrer finanziellen und intellektuellen Interessenskonflikte.
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