Impf-Weltmeister Israel hat auch bei den Corona-Fällen die Nase vorn
Rundum wird Israel als Vorbild präsentiert wie man der Corona-Krise beikommt. Österreichs Kanzler Kurz hat seinen Gratulationsbesuch bereits absolviert und wird den israelischen grünen Impfpass weiterhin in der EU bewerben. Nach diesen Plänen soll künftig der Eintritt in Flugzeug, Sportplatz oder Restaurant nur noch mit dem Nachweis der Immunität möglich sein.
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| Israel sperrt Gastronomie und Kinos wieder auf: für Geimpfte (Foto: Verch) |
Israel startete am 20. Dezember eine massive Impfkampagne und hat mittlerweile die Risikogruppen fast gänzlich immunisiert. Insgesamt haben bereits 40% der Bevölkerung 2 Dosen des Pfizer/BioNTech Impfstoffes erhalten.
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| Israel gilt als Real-Life-Studienland für den Pfizer/BioNTech Impfstoff |
Wenn man sich die offiziellen Daten Israels ansieht, so wirkt das aber nicht gerade wie ein strahlendes Vorbild:
Nach wie vor hat Israel tägliche Fallzahlen positiv Getesteter, die beim doppelten Wert Österreichs und bei vierfachen Wert von Deutschland und der Schweiz liegen. Regelmäßig kommt es zu Ausbrüchen bei bereits geimpften Menschen.
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| Parallel zum Impfbeginn am 20. Dezember stiegen die Fallzahlen massiv |
Am vielen Testen können die hohen Zahlen auch nicht liegen, weil Impf-Weltmeister Israel hier gegen Test-Weltmeister Österreich keine Chance hat. Österreich testet derzeit dreimal so viel wie Israel und 15mal so viel wie Deutschland oder die Schweiz.
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| Beim Testen hat Österreich die Nase vorn |
Viel wahrscheinlicher liegt die Ursache in der schlechten Wirksamkeit der Impfung begraben. Eine eben veröffentlichte Studie der Universität Düsseldorf untersuchte die Immunantwort einer Gruppe jüngerer Personen (<60 Jahre) und verglich die Resultate mit älteren Menschen (>80 Jahre). Dabei zeigte sich, dass nur 2,2% der Jüngeren, aber ein überraschend hoher Anteil von 31,3% der Älteren nach der Impfung keinerlei neutralisierende Antikörper bilden (siehe Grafik).
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| Enorme Alters-Unterschiede in der Produktion neutralisierender Antikörper |
Es zeigt sich hier also dasselbe Phänomen, das man bereits von anderen Impfungen - wie z.B. jener gegen Influenza - kennt: ein altes Immunsystem reagiert schlechter. Der Fachbegriff dafür lautet: "Immunseneszenz".
Diese Erkenntnis ist nicht überraschend. Doch was folgt daraus?
Rettung durch Herdenschutz?
Wahrscheinlich werden von der politischen Hausverstands-Fraktion sofort Forderungen laut werden, dass nun eben alle Jungen geimpft werden müssen, um damit ein immunologisches Schutzschild für die älteren Menschen zu bilden.
Diese Taktik funktioniert allerdings schon bisher nur bei recht wenigen Impfstoffen (z.B. bei den Lebendvirus-Impfungen gegen Masern oder Röteln). Bei den allermeisten versagt dieser Ansatz jedoch.
Bei Influenza ist es beispielsweise schon bei den Jüngeren schwierig, eine Schutzwirkung über 50% zustande zu bringen. Und jene, die trotz Impfung erkranken, haben laut aktuellen Studien eine höhere Virenlast in ihrer Ausatem-Luft als Influenza-Kranke, die nicht geimpft worden sind.
Noch katastrophaler ist die Situation bei Keuchhusten, wo lange eine Kokon-Strategie versucht wurde: Demnach sollten sich rund um eine Risikoperson alle nahen Kontakte impfen lassen. Das ist genauso gescheitert wie der gesamte Ansatz der Herdenimmunität. Mittlerweile gibt es sogar Studien, die zeigen, dass Keuchhusten-geimpfte ein über die Lebenszeit berechnet höheres Erkrankungsrisiko haben, als Ungeimpfte. Manche Ausbrüche in Schulen gehen von geimpften Kindern aus, die andere geimpfte Kinder anstecken, während nicht geimpfte Mitschüler verschont bleiben.
Dennoch wird weiter geimpft, weil die Behörden über dieses Desaster lieber schweigen und Impfstoff-Konzerne die Forschungskosten für neue Impfkonzepte scheuen. Viel-versprechende Ansätze wurden gestoppt, weil die Konzerne verlangen, dass der Staat die teuren Studien bezahlt.
Diese finanzielle Einsatz-Teilung hat auch bei den Covid-Impfstoffen prächtig funktioniert: die Entwicklung passiert auf Steuerzahler-Kosten, die Gewinne werden privatisiert.
Too expensive to fail
Nach und nach wird sich also die Einsicht etablieren, dass auch bei den SARS CoV-2 Impfungen dasselbe gilt, wie bei allen anderen Impfstoffen: Dass diese bei jüngeren Menschen besser wirken und bei älteren Menschen öfter versagen.
Das Impf-Paradoxon hat also wieder zugeschlagen: Die jüngere Altersgruppe wird durch die Impfung vor einer Infektion geschützt, die für sie ohnedies kaum ein Risiko dargestellt hätte. Die Älteren, für die diese Milliarden in Impfstoffe vorrangig investiert worden sind, erhalten hingegen nur einen unsicheren Schutz, der wahrscheinlich nicht lange anhält.
Das ganze jetzt als Fehlschlag zu bezeichnen, wird sich die Politik und die versammelte Impf-Expertenschaft jedoch hüten. Dafür war der Spass eindeutig zu teuer. Es wird also wohl darauf hinaus laufen, dass künftig öfter geimpft werden muss - und die Impfungen jeweils an die aktuellen Mutationen angepasst werden.
Das ist ein Resultat, mit dem zweifellos auch die Impfstoff-Hersteller gut leben können.





