COVID-19: Die Entsorgung einer formidablen Schnapsidee
Coronaviren

COVID-19: Die Entsorgung einer formidablen Schnapsidee

COVID-19: Die Entsorgung einer formidablen Schnapsidee

Ehgartners.Info
3. März 2022
3 Min. Lesezeit
CoronavirenCOVID-19GesundheitspolitikImpfpflicht

Knalleffekt im "Igitt-Corona - das waren nicht wir - Spektakel" in Österreich. Hardliner werden nun schrittweise entsorgt. Den Anfang machte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. Weil sich dieser beharrlich skeptisch zeigte bei den Lockerungsschritten, die ab 5. März umgesetzt werden, musste er nun seinen Rücktritt bekannt geben. Öffentlich gab er dafür persönliche Gründe an. 

Der Bürger-Aufstand zeigt Wirkung: Das Covid-Regime bricht ein

Nachfolger wird der Vorarlberger Grüne Landesrat Johannes Rauch. Der hatte sich in den letzten Wochen schon positiv abgehoben und die Corona-Restriktionen als „unvergleichliche Zumutung an unser demokratisches Selbstverständnis“ bezeichnet. Er wird nun als "Friedensangebot" an das immer größer werdende Segment der Maßnahmen-kritischen Bevölkerung nominiert. 

Aufregung im Schützengraben der Durchgeboosterten

Zahlreiche Anhänger der Maßnahmen zeigen sich indessen in den sozialen Medien kräftig verstört und verärgert, zumal es ja wirklich erstaunlich ist, dass das "Ende von Corona" gerade in Zeiten zelebriert wird, wo die einst so heiligen Inzidenzen täglich Rekordwerte erzielen. Noch vor einem halben Jahr wäre die aktuelle Lage zweifelsfrei in einen neuen superstrengen Lockdown gemündet.

Doch Expertenweisheit hin oder her, damit – erkannte die Politik – muss nun Schluss sein. Denn sonst gehen die Mehrheiten den Bach runter und man plagt sich jahrelang in Nationalrat, Landtag und den Gemeinden mit den Protest-Wählern der MFG herum. Wie stark der Rückhalt der Protestpartei bereits ist, zeigten letzten Sonntag die Resultate der Gemeinderats-Wahlen in Tirol. Von 50 Gemeinden, wo MFG kandidierte, gelang in 47 der Einzug - mit einem Stimmenanteil von 8 bis 28 Prozent. 

Die Angst vor Machtverlust overrult nun großteils widerspruchslos die zwei Jahre lang aufrechte Solidaritäts-Doktrin mit ihrem unwissenschaftlichen Dogma, dass Tod vermeidbar wäre, wenn wir bloß alles zu- bzw. einsperren. Alles hatte seine Zeit. Noch vor kurzem war Moralisieren - und sei es auf noch so erbärmlichem intellektuellem Niveau - durchaus en vogue. 
Zudem hofften viele der gründlich verängstigten Menschen tatsächlich, dass die Maßnahmen sie selbst, sowie Familienmitglieder und Freunde vor schwerer Erkrankung bewahren würden. Schwere Schwächen in der Logik wurden von der Gesundheitspolitik durch das Feindbild der Ungeimpften ersetzt, die an allem Schuld waren. 
Viele Menschen nahmen das dankbar an. Denn es ersparte umständliche Recherche oder einen halbwegs vorurteilsfreien Blick auf die Realität. Sowas macht ohnehin nur Kopfschmerzen. Da ließ es sich im von den Medien täglich frisch aufgeheizten Lagerdenken deutlich besser aushalten, das im Schützengraben der Durch-Geboosterten für eine gemütliche Bunkerstimmung sorgte. 

Problemlösung auf österreichisch

Doch jetzt, wo es um politischen Machterhalt geht, ist diese Art von Moralisieren unerwünscht. Das Lügengebäude wackelte zuletzt schon zu stark. Die Wählerstimmen rutschen. Es herrscht höchste Lawinengefahr. 

Seltsamerweise hat es sich doch als keine so wahnsinnig gute Idee erwiesen, den miserabelsten Impfstoff der Medizingeschichte per Gesetz als Zwangsimpfung vorzuschreiben. 

Deswegen soll dieses Gesetz, wie man aus Regierungskreisen hört, jetzt bald fallen. Zunächst werden die Strafen für Ungeimpfte bis zum Herbst verschoben. Dann  - am Höhepunkt der Hitzewelle - soll das ganze Gesetz still und heimlich im Sommerloch der formidablen Schnapsideen entsorgt werden. 

Dass deswegen in der Politik jemand klüger wurde - oder resistenter gegen künftige Attacken auf Freiheit, Menschenwürde und Demokratie - ist aber wohl mit Gewissheit auszuschließen. 


PS: Wenn Dir dieser Blog interessant und wichtig erscheint, dann bitte abonniere ihn. Eine einmalige oder regelmäßige Spende unterstützt meine Arbeit sehr.


Wenn Ihnen dieser Artikel gefällt
Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus und Filmprojekte.
Teilen:← Zurück zur Übersicht

Ähnliche Artikel

"Die Covid-Impfung ist kein Lakritzbonbon"
Coronaviren

"Die Covid-Impfung ist kein Lakritzbonbon"

3. Juni 2021Lesen →
Covid-19 kam mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Labor
Coronaviren

Covid-19 kam mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Labor

12. Mai 2021Lesen →
Die Pandemie ist zu Ende: Trotz Impfung
COVID-19

Die Pandemie ist zu Ende: Trotz Impfung

7. November 2022Lesen →
Unabhängiger Journalismus
Unterstützen Sie Bert Ehgartners Arbeit

Seit der Covid-Zeit ist Bert Ehgartner aus dem 'normalen' Medienbetrieb ausgestiegen. Mit dem Erfahrungsschatz von mehr als 40 Berufsjahren liefert er Filme und Artikel, die sich in keiner Weise den Launen des Zeitgeistes anbiedern, sondern ausschließlich seinem Publikum verpflichtet sind.

🔒 SSL-Sicher·PayPal & Kreditkarte·🇪🇺 DSGVO
💝 Jetzt spenden
Sichere Zahlung per PayPal oder Kreditkarte
Beliebte Beträge:
🔒 SSL-Sicher💳 PayPal & Karte🇪🇺 DSGVO